Die Gehirn-Herz-Darm Verbindung (BHG-CONNECT)

Wir erforschen, wie die Verbindung zwischen Gehirn, Herz und Verdauung genutzt werden kann, um eine individualisierte Depressionstherapie mit nicht-invasiver Gehirnstimulation zu entwickeln. Dazu setzen wir sowohl die transkranielle Magnetstimulation (TMS), als auch die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ein.

Ein flauer Magen vor einer Entscheidung, Herzklopfen bei Aufregung oder Appetitverlust in belastenden Zeiten verdeutlichen das Zusammenspiel von Körper und Psyche. Auch bei Depressionen sind Herz und Verdauung häufig betroffen. Dahinter steht die sogenannte fronto-vagale Verbindung zwischen Gehirnnetzwerken der Depression und dem Vagusnerv, der beide Organe beeinflusst.

Im internationalen Forschungsprojekt «The Brain-Heart-Gut Connection» untersuchen wir, wie zwei nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren diese Verbindung gezielt nutzen können, um die Depressionstherapie zu verbessern.

Statt einen standardisierten Punkt zu stimulieren, wird für jede Person ein individuelles Ziel bestimmt. Grundlage dafür ist das Brain-Heart-Coupling – also die Stärke der Herzreaktion auf die Stimulation. Der Punkt mit der stärksten Reaktion wird als individuelles Stimulationsziel festgelegt.

Da der Vagusnerv nicht nur Gehirn und Herz, sondern auch den Verdauungstrakt beeinflusst, berichten viele Menschen mit Depressionen zusätzlich über Appetitverlust, Übelkeit oder ein belastendes Magengefühl. Unser Ziel ist es, besser zu verstehen, wie gezielte Hirnstimulation nicht nur das Gehirn, sondern das gesamte körperliche System beeinflusst und ob dadurch auch körperliche Begleitsymptome einer Depression gelindert werden können.

Verantwortliche Personen

Leitung: 

PD Dr. phil. Anna-Katharine Brem

Team: 

Doktorandin Jessica Jacobs, 

Masterstudentin Mara Grieder, 

Masterstudentin Alina Küng, 

Masterstudentin Eliane Baumert